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Er hat auf höchster politischer Ebene mitgemischt. Menschliche Schicksalsstorys öden ihn an. Aber als die fast 70jährige Philomena Lee (Judi Dench) dem arroganten Journalisten Martin Sixsmith (Steve Coogan) ihre Lebensgeschichte anvertraut, wittert er eine Story: Als Teenager wird Philomena im streng katholischen Irland der fünfziger Jahre ungewollt schwanger. Zur Strafe kommt sie in ein Kloster, in dem sie ihren unehelichen Sohn zur Welt bringt und gezwungen wird, ihn zur Adoption freizugeben. 50 Jahre lang schweigt Philomena aus Scham. Jetzt bittet sie Martin um Unterstützung bei der Suche nach ihrem Kind. Während ihrer gemeinsamen Reise auf den Spuren der Vergangenheit prallen zwei Welten aufeinander: Die fromme, warmherzige ältere Dame und der zynische Reporter bilden ein kurioses Team. Trotz aller Gegensätze freunden sie sich an - und stoßen im Verlauf ihrer Nachforschungen auf einen unfassbaren Skandal ...
Judi Dench, 1934 in Yorkshire geboren, zählt zu den gefragtesten und beliebtesten Schauspielerinnen unserer Zeit. Zu Beginn ihrer Karriere war sie in erster Linie als Theaterdarstellerin bekannt, trat mit der Royal Shakespeare Company und auf Londons renommiertesten Bühnen wie dem National Theatre und dem Old Vic auf. Durch die populären Fernsehserien „A Fine Romance“ (1981–1984) mit ihrem 2001 verstorbenen Ehemann Michael Williams und vor allem „As Time Goes By“ (1992–2005) wurde sie einem breiten Publikum bekannt. Ab 1985 übernahm sie verstärkt auch Kinorollen (etwa in A ROOM WITH A VIEW, „Zimmer mit Aussicht“). Als Queen Victoria in MRS. BROWN („Ihre Majestät Mrs. Brown“, 1997) erntete Dench einen Golden Globe sowie eine Oscar®-Nominierung und wurde international berühmt. Für ihre nächste königliche Rolle als Elizabeth I. In SHAKESPEARE IN LOVE („Shakespeare in Love“, 1998) gewann sie den Oscar® als Beste Nebendarstellerin. Darüber hinaus wurde Judi Dench mit zehn BAFTAs ausgezeichnet – zuletzt als Beste Schauspielerin für IRIS („Iris“, 2001) – und stieg als James Bonds Chefin „M“ endgültig zum Weltstar auf. Sie spielte die Rolle in insgesamt sieben 007-Abenteuern, von GOLDENEYE („GoldenEye“, 1995) bis SKYFALL („Skyfall“, 2012). Bereits 1970 wurde Judi Dench der britische Verdienstorden OBE (Officer of the Order of the British Empire) verliehen, seit 1988 führt sie den Adelstitel „Dame“.
Steve Coogan, 1965 in Manchester geboren, ist vor allem als Komiker bekannt. Seine Paraderolle, der Radiomoderator Alan Partridge, ist in Großbritannien Kult. Seine Kinokarriere begann vor bald 20 Jahren mit INDIAN IN THE CUPBOARD („Der Indianer im Küchenschrank“, 1995), gefolgt von der Hauptrolle in der Monty-Python-Komödie THE WIND IN THE WILLOWS („Sturm in den Weiden“, 1996). Regisseur Michael Winterbottom inszenierte ihn in TRISTRAM SHANDY: A COCK AND BULL STORY (2005), als Manchesters legendären Clubbesitzer und Label-Chef Tony Wilson in 24 HOUR PARTY PEOPLE („24 Hour Party People“, 2002) und zuletzt als Pornoproduzent Paul Raymond in THE LOOK OF LOVE („The Look of Love“, 2013). Zu Coogans Hollywood-Auftritten zählen die Ben-Stiller-Hits NIGHT AT THE MUSEUM („Nachts im Museum“, 2006) sowie NIGHT AT THE MUSEUM: BATTLE OF THE SMITHSONIAN („Nachts im Museum 2“, 2009) oder auch TROPIC THUNDER („Tropic Thunder“, 2008). In Großbritannien feierte Steve Coogan zuletzt mit ALAN PARTRIDGE: ALPHA PAPA (2013), dem ersten Leinwandeinsatz seiner Kultfigur, einen Kinoerfolg. Er erfand zudem die TV-Charaktere Paul und Pauline Calf (Coogan in einer Doppelrolle) und schrieb seine eigenen Comedy-Serien „Knowing Me, Knowing You with Alan Partridge“ (1994), „Coogan's Run“ (1995) und „Saxondale“ (2006). 1999 gründete Coogan mit Henry Normal die Firma Baby Cow Productions. Gemeinsam produzierten sie preisgekrönte Fernsehserien wie „Marion & Geoff“, „Human Remains“, „Gavin & Stacey“ (alle mit dem walisischen Starkomiker Rob Brydon), „The Mighty Boosh“, „Sensitive Skin“ (mit Joanna Lumley), „Dr. Terrible's House of Horrible“ und die BBC-Komödie „Cruise of the Gods“ (2002) mit Brydon und Coogan in den Hauptrollen. Mit THE PAROLE OFFICER („Das B-Team: Beschränkt und auf Bewährung“, 2001) legte das Duo Coogan und Normal seinen ersten Kinofilm vor, zu dem sie auch gemeinsam das Drehbuch verfassten.
Stephen Frears, der vom Sozialdrama über die Literaturverfilmung bis zur schwarzen Komödie alle Genres beherrscht, zählt zu Großbritanniens renommiertesten Filmemachern. 15 Jahre lang sammelte er beim Fernsehen Erfahrung, bevor 1984 sein Gangsterthriller THE HIT („Die Profi-Killer“) mit Terence Stamp, John Hurt und Tim Roth ins Kino kam. Ein Jahr später folgte MY BEAUTIFUL LAUNDRETTE („Mein wunderbarer Waschsalon“, 1985). Die TV-Produktion entwickelte sich zum Kino-Kulthit und machte Daniel Day-Lewis zum Star. Nach SAMMY AND ROSIE GET LAID („Sammy und Rosie tun es“, 1987) und PRICK UP YOUR EARS („Das stürmische Leben des Joe Orton“, 1987) mit Gary Oldman war Frears auch in Hollywood gefragt. Zu seinen größten Erfolgen zählen DANGEROUS LIAISONS („Gefährliche Liebschaften“, 1988) und THE GRIFTERS („Grifters“, 1990), für den Frears eine Oscar®-Nominierung als Bester Regisseur erhielt. In Irland verfilmte Stephen Frears zwei Romane von Roddy Doyle: THE SNAPPER („The Snapper – Hilfe, ein Baby!“, 1993) – ein weiterer TV-Film, der erfolgreich im Kino lief – und THE VAN („Fish & Chips“, 1996). Nach einem weiteren Hollywood-Intermezzo mit THE HI-LO COUNTRY (Hi-Lo Country“, 1998) und der Nick-Hornby-Adaption HIGH FIDELITY („High Fidelity“, 2000) ließ er sich in Großbritannien nieder. Mit seinen nächsten Filmen, dem schonungslosen Immigranten-Drama DIRTY PRETTY THINGS („Kleine schmutzige Tricks“, 2002) und der nostalgischen Tragikomödie MRS. HENDERSON PRESENTS („Mrs. Henderson präsentiert“, 2005) mit Judi Dench in der Titelrolle stellte der Regisseur erneut seine große Vielseitigkeit unter Beweis. Für THE QUEEN („Die Queen“, 2006) wurde Frears erneut für einen Oscar® nominiert. Es folgten CHÉRI („Chéri – Eine Komödie der Eitelkeiten“, 2009) mit Michelle Pfeiffer, TAMARA DREWE („Immer Drama um Tamara“, 2010) mit Gemma Arterton und LAY THE FAVORITE („Lady Vegas“, 2012) mit Rebecca Hall. In MUHAMMAD ALI'S GREATEST FIGHT rekonstruiert Frears, wie dem Champion 1970 der Prozess gemacht wurde, nachdem er den Kriegsdienst in Vietnam verweigert hatte. Das Justizdrama lief 2013 außer Konkurrenz bei den Filmfestspielen in Cannes.




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